Betriebsflexibilität des LNG-Geräts

Da die Absatzmengen von LNG-Produkten mit der Marktlage schwanken, muss auch die LNG-Produktion an diese Veränderungen angepasst werden. Daher werden hohe Anforderungen an die Flexibilität der Produktionsauslastung und die LNG-Speicherkapazität von LNG-Anlagen gestellt.

LNG-Produktionslastregelung
Regelung des Kompressors
Der MR-Kompressor ist ein Radialkompressor. Seine Last kann stufenlos zwischen 50 und 100 % durch Verstellen der Lufteinlassventil-Hebevorrichtung und des Rücklaufventils des Kompressors eingestellt werden.
Lastregelung des Vorbehandlungssystems
Die Auslegungslast der Entsäuerungsgasanlage darf nicht unter 100 % liegen. Unter der Voraussetzung einer Druckregelung kann die Vorbehandlungsanlage stufenlos im Lastbereich von 50 bis 110 % eingestellt werden und erfüllt somit die Anforderungen an Vorbehandlung und Reinigung.
Lastregelungsbereich der Flüssigkühlbox
Die Auslegungslast des Flüssigkühlkastens darf nicht unter 100 % liegen. Bei einer Laständerung des Geräts von 50 % auf 100 % arbeiten der Plattenwärmetauscher und die Ventile im Kühlkasten einwandfrei und erfüllen die Betriebsbedingungen bei variabler Last vollständig.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Betriebsflexibilität des gesamten Geräts zwischen 50 % und 100 % liegt. Benutzer können die Auslastung des Geräts innerhalb dieses Bereichs entsprechend der Absatzlage des Produkts anpassen, um die Wirtschaftlichkeit des Betriebs zu verbessern.
Anpassung der Speicherkapazität des LNG-Speichertanks
Gemäß der LNG-Produktionsmenge entspricht das von uns bereitgestellte Speichertankvolumen der LNG-Produktionsmenge für zehn Tage, und das Speichervolumen des Speichertanks kann genutzt werden, um Absatzschwankungen abzufedern.

Änderung der Zusammensetzung des Speisegases
Die Änderung der Zusammensetzung des Speisegases wird Herausforderungen bei der Vorbehandlung und Verflüssigung mit sich bringen.

Reaktion des Speisegasvorbehandlungssystems auf Komponentenänderungen
Dekarbonisierungsreaktion
Entsprechend dem aktuellen Kohlendioxidgehalt nutzen wir das MDEA-Amin-Verfahren zur Dekarbonisierung und erhöhen den Kohlendioxidgehalt auf 3 %. Zahlreiche praktische Erfahrungen haben gezeigt, dass sich dieses Verfahren an Schwankungen des Kohlendioxidgehalts anpassen und den Kohlendioxidgehalt auf 50 ppm senken kann.
Entfernung von schweren Kohlenwasserstoffen
Schwere Kohlenwasserstoffe im Erdgas sind hauptsächlich Neopentan, Benzol, aromatische Kohlenwasserstoffe und Komponenten oberhalb von Hexan, die den Tieftemperaturprozess der Kältebox beeinträchtigen können. Das von uns angewandte Entfernungsverfahren kombiniert die Adsorption an Aktivkohle mit der Tieftemperaturkondensation. Dieses zweistufige Verfahren bietet doppelte Sicherheit. Zunächst werden schwere Kohlenwasserstoffe wie Benzol und aromatische Kohlenwasserstoffe bei Raumtemperatur an Aktivkohle adsorbiert. Anschließend werden die schweren Komponenten oberhalb von Propan bei –65 °C kondensiert. Dadurch werden nicht nur die schweren Komponenten aus dem Zufuhrgas entfernt, sondern auch die schweren Komponenten abgetrennt, um ein Kohlenwasserstoffgemisch als Nebenprodukt zu gewinnen.
Dehydrationsreaktion
Der Wassergehalt in Erdgas hängt hauptsächlich von Temperatur und Druck ab. Änderungen anderer Bestandteile des Erdgases haben keinen großen Einfluss auf den Wassergehalt. Die Auslegungszuschläge für die Entwässerung sind ausreichend.

Reaktion des Verflüssigungssystems auf Komponentenänderungen
Die Änderung der Zusammensetzung des Speisegases führt zu einer Änderung der Verflüssigungstemperaturkurve von Erdgas. Durch eine geeignete Anpassung des Kältemittelgemischverhältnisses (MR) lässt sich die Zusammensetzung des Speisegases in einem beträchtlichen Bereich steuern.

LNG-Gerät


Veröffentlichungsdatum: 06.05.2022