Prozesse der TEG-Dehydratisierung in Erdgas

Prozesse von TEG-Dehydratisierung in Erdgas ist eine übliche Methode zur Wasserentfernung aus Erdgas.
Das gesättigte, feuchte Erdgas wird mittels Filterabscheider von Tröpfchen mit einem Durchmesser von 5 µm und größer getrennt und gelangt anschließend in die Gas-Flüssigkeits-Trennkammer im unteren Bereich des Triethylenglykol-Absorptionsturms der Entwässerungsanlage. Dort wird die freie Flüssigkeit abgetrennt, die bei einem Störfall des Filterabscheiders in den Absorptionsturm gelangen kann. Das Erdgas tritt über das Steigrohr in den Absorptionsbereich ein. Regeneriertes Triethylenglykol wird in den Absorberkopf eingespritzt, um durch Stoffaustausch und Wasserentzug vollständig mit dem von unten aufsteigenden Erdgas in Kontakt zu kommen. Das entfeuchtete Erdgas wird mittels Nebelabscheider am Turmkopf von Glykoltröpfchen mit einem Durchmesser von mehr als 5 µm getrennt.
Nach Verlassen des Absorptionsturms tauscht das Erdgas Wärme mit dem heißen, mageren Glykol aus, bevor es über den Gehäusewärmetauscher in den Turm eintritt, um die Temperatur des Triethylenglykols beim Eintritt in den Turm zu senken. Das Erdgas gelangt nach dem Wärmeaustausch in den Filterabscheider, um das mitgeführte Glykol abzutrennen, und anschließend in die Exportleitung. Das mit Wasser angereicherte Triethylenglykol strömt aus dem Absorptionsturm und gelangt zum Flüssigkeitsstandregelventil. Nach der Druckentlastung tritt es in die Rücklaufkühlplatte am Kopf der Destillationskolonne ein, tauscht Wärme mit dem im Verdampfer erzeugten heißen Dampf aus und trägt so zur Rücklaufkühlung am Kolonnenkopf bei. Dabei erwärmt es sich auf etwa 50 °C und mündet in den Triethylenglykol-Entspannungsbehälter. Im Entspannungsbehälter wird das angereicherte Glykol auf 0,4 MPa bis 0,6 MPa entspannt, und die im Triethylenglykol gelösten Kohlenwasserstoffe und anderen Gase werden verdampft. Dieses Gas dient als Brenngas für die Verbrennung im Verdampfer.
Das mit Triethylenglykol angereicherte flüssige Produkt durchläuft einen mechanischen Filter zur Entfernung mechanischer Verunreinigungen und anschließend einen Aktivkohlefilter zur weiteren Adsorption der im Triethylenglykol gelösten Kohlenwasserstoffe und Abbauprodukte. Danach gelangt es in einen Plattenwärmetauscher für angereicherte und abgereicherte Flüssigkeiten, um Wärme mit dem aus dem Wärmetauscher-Pufferbehälter im unteren Teil des Triethylenglykol-Verdampfers zugeführten, hocherhitzten, abgereicherten Triethylenglykol auszutauschen. Die Temperatur des Wärmetauschs steigt auf 120–130 °C, bevor das Produkt in die Destillationskolonne für angereicherte Flüssigkeiten gelangt.
Im Triethylenglykol-Verdampfer im unteren Teil der Destillationskolonne wird Triethylenglykol auf 193 °C erhitzt. Das im Triethylenglykol enthaltene Wasser wird fraktioniert und über die Fraktionierkolonne am Kopf der Destillationskolonne abgeführt. Reines Triethylenglykol mit einer Konzentration von ca. 99 Gew.-% fließt aus der Strippkolonne im Verdampfer in den unteren Triethylenglykol-Wärmetauscher. Durch die Einwirkung von Trockengas in der Strippkolonne kann die Konzentration des in den Wärmetauscher eintretenden Triethylenglykols 99,5 % bis 99,8 % erreichen.
Im Glykolpuffertank gelangt das magere Glykol mit einer Temperatur von ca. 193 °C in den Wärmetauscher für fettes und armes Glykol, um Wärme mit dem fetten Glykol auszutauschen. Sobald die Temperatur auf ca. 100 °C gesunken ist, tritt es in die Pumpe ein. Mittels der Pumpe wird mageres Triethylenglykol in den Gas-Flüssigkeits-Wärmetauscher außerhalb des Absorbers gefördert, am Abgaswärmetauscher gekühlt und gelangt anschließend von oben in den Absorber, um den Lösungsmittelkreislauf abzuschließen.
Ein Strom trockenen Gases tritt aus dem Trockengasrohr am Absorberausgang aus und gelangt in das Trockengasheizrohr des Wärmetauscher-Pufferspeichers im unteren Bereich des Triethylenglykol-Verdampfers. Nach der Erwärmung durch mageres Triethylenglykol wird der Druck mittels des selbsttätigen Druckregelventils auf 0,4 MPa gedrosselt und in den Brenngaspuffer geleitet. Nach Verlassen des Brenngaspuffers teilt sich der Strom in zwei Stränge. Ein Strang wird erwärmt und als mageres Flüssigkeitsstrippgas in den unteren Bereich der Magerflüssigkeits-Strippkolonne geleitet; der andere Strang dient als Brenngas für den Verdampfer.

Ohne Titel - 1


Veröffentlichungsdatum: 15. Mai 2022