Technische Merkmale des Vorbehandlungssystems für Speisegas sowie des Verflüssigungs- und Kühlsystems im Prozess der LNG-Anlage

Vorbehandlungssystem für Speisegas
Die für den Prozessablauf ausgewählte Prozessmethode Das Speisegasvorbehandlungssystem weist folgende Merkmale auf:
(1) Im Vergleich zur MEA-Methode zeichnet sich die MDEA-Methode durch geringere Schaumbildung, geringere Korrosion und geringeren Aminverlust aus.
(2) Die Anlage verwendet die MDEA-Nasentkohlung, und es wird kein Regenerationsgas verbraucht.
(3) Die MDEA-Umwälzpumpe ist eine einstufige Hochgeschwindigkeits-Kreiselpumpe, die eine hohe Zuverlässigkeit, einen geringen Stromverbrauch und einen geringen Wartungsaufwand aufweist.
(4) Molekularsiebadsorption kann zur Tiefenentwässerung eingesetzt werden und weist auch bei niedrigem Wasserdampfpartialdruck noch hohe Adsorptionseigenschaften auf.
(5) Durch die Verwendung von Aktivkohle zur Entfernung schwerer Kohlenwasserstoffe können im Wesentlichen aromatische Kohlenwasserstoffe und C6 + schwere Kohlenwasserstoffe entfernt werden, das Problem des Einfrierens und Verstopfens bei niedrigen Temperaturen wird vollständig gelöst und ein langfristiger Betrieb gewährleistet.
(6) Quecksilber reagiert mit Schwefel auf schwefelimprägnierter Aktivkohle zu Quecksilbersulfid, das an der Aktivkohle adsorbiert wird und so zur Quecksilberentfernung beiträgt. Die Verwendung von schwefelimprägnierter Aktivkohle zur Quecksilberentfernung ist kostengünstig.
(7) Das Präzisionsfilterelement kann Molekularsieb- und Aktivkohlestaub bis zu einer Größe von unter 5 μm filtern.

Verflüssigungs- und Kühlsystem
Das ausgewählte Verfahren Verflüssigungs- und Kühlsystem Es handelt sich um eine MRC-Kälteanlage (Mixed Refrigerant) mit folgendem Charakter:
(1) Geringer Energieverbrauch. Diese Methode weist den geringsten Energieverbrauch unter den gängigen Kühlmethoden auf, wodurch das Produkt auf dem Markt preislich wettbewerbsfähig ist.
(2) Das Kältemittel-Dosiersystem ist weitgehend unabhängig vom Verdichtungssystem. Im Betrieb führt das Dosiersystem dem Verdichtungssystem Kältemittel zu, um dessen stabilen Betriebszustand aufrechtzuerhalten. Nach dem Abschalten der Anlage kann das Dosiersystem das Kältemittel aus dem Hochdruckbereich des Verdichtungssystems speichern, ohne es abzulassen. Dies dient erstens der Kältemitteleinsparung und zweitens der Verkürzung der Anlaufzeit. Die Anlaufzeit der Verflüssigungsanlage beträgt weniger als 5 Stunden.
(3) Volumen und Druck des Kältemittelsystems sind angemessen zu dimensionieren. Nach Abschaltung der Anlage ist davon auszugehen, dass das Kältemittel wieder auf Normaltemperatur erwärmt und der Druck ausgeglichen ist, sodass das System weiterhin alle Kältemittel enthält. Es ist sicherzustellen, dass keine Systemteile überdruckt werden und kein Kältemittel austritt, und dass das Kältemittel über einen längeren Zeitraum im System verbleibt.
(4) Alle Ventile der Tieftemperatur-Verflüssigungsanlage sind außerhalb des Kältekastens angeordnet und verschweißt, um Leckagestellen zu reduzieren und die Wartung zu vereinfachen. Im Kältekasten selbst befinden sich keine Flanschverbindungen, um mögliche Leckagestellen zu minimieren. Mehrpunktthermometer und Gassonden überwachen mögliche Leckagen im Kältekasten in Echtzeit.
(5) Bei der Konstruktion von Kälteboxen kommt moderne Technologie zum Einsatz. Um die Zuverlässigkeit der Kälteboxen durch eine hohe Konstruktionsqualität zu gewährleisten, werden umfassende Analysen des Rahmens, der Rohrleitungen und der lokalen Spannungen durchgeführt. Zunächst wird mit der professionellen 3D-Konstruktionssoftware SolidWorks das 3D-Modell des Kälteboxrahmens und der Rohrleitungsausrüstung erstellt. Anschließend wird mit Cosmos die Rahmenspannung analysiert. Um die flexible Konstruktion von Tieftemperatur-Rohrleitungen zu ermöglichen, wird die Rohrleitungsspannungsanalyse mit der professionellen Software CAESAR II durchgeführt. Bei Öffnungen in der Rohrleitung, auch bei größeren Öffnungen, wird die lokale Spannungsanalyse mit der Software ANSYS durchgeführt, um sicherzustellen, dass die Spannung an der Öffnung innerhalb des in der nationalen Norm festgelegten zulässigen Bereichs liegt. Weitere Details finden Sie in Kapitel 14.

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Veröffentlichungsdatum: 09. Mai 2022