Beschreibung
Die Anlage zur Aufbereitung von Erdgasabgasen dient hauptsächlich der Behandlung der Abgase von Schwefelrückgewinnungsanlagen sowie der Abgase von Flüssigschwefelbecken und der TEG-Abgase der Entwässerungsanlage von Schwefelrückgewinnungsanlagen.
Die Konstruktion und Verarbeitungskapazität der Anlage sind auf die Schwefelrückgewinnungsvorrichtung und die Entwässerungsvorrichtung abgestimmt.
Anlagen zur Aufbereitung von Erdgasabgasen lassen sich in vier Kategorien unterteilen.
1. Reduktions- und Absorptionsprozess
Das Prinzip des Reduktions- und Absorptionsprozesses besteht darin, dass das Abgas hydriert wird, die schwefelhaltigen Komponenten im Abgas zu H₂S reduziert werden, das entstehende H₂S selektiv mittels Aminen absorbiert wird und schließlich das Regenerationsgas zur Rückführung in die Claus-Anlage für die Kreislaufreaktion entnommen wird. Die Hydrierung ist mit hohen Investitions- und Betriebskosten verbunden, wird aber in Ländern und Regionen mit hohen Umweltschutzauflagen häufig eingesetzt, da sie eine relativ hohe Schwefelausbeute von über 99,8 % ermöglicht.
2. Oxidationsabsorptionsprozess
Bei der Oxidationsabsorptionsmethode wird zunächst das Sulfid im Abgas zu SO2 oxidiert, dann wird SO2 mit einer Lösung (oder einem Lösungsmittel) absorbiert und schließlich in Form von Sulfat, Sulfid und SO2 zurückgewonnen.
Zu dieser Kategorie gehören viele Verfahren, die meisten davon werden zur Rauchgasentschwefelung oder zur Behandlung von Abgasen aus Hüttenwerken und Schwefelsäureanlagen eingesetzt. Das Wellman-Lord-Verfahren wird zur Claus-Abgasbehandlung verwendet.
3. Claus-Verfahren bei niedriger Temperatur
Die Niedertemperatur-Claus-Technologie zeichnet sich durch eine Claus-Reaktion unterhalb des Schwefel-Taupunkts aus und wird daher auch als Sub-Taupunkt-Schwefelgewinnungsverfahren bezeichnet. Die Claus-Reaktion ist eine stark exotherme Reaktion. Niedrige Temperaturen begünstigen daher die Verschiebung des Gleichgewichts in Richtung der Schwefelbildung, was die Schwefelausbeute verbessert. Je nach Zusammenhang zwischen Claus-Reaktion und Anlagenteil lässt sich das Niedertemperatur-Claus-Verfahren in ein unabhängiges und ein kombiniertes Niedertemperatur-Claus-Verfahren unterteilen.
4. Direkte Oxidation in der flüssigen Phase
Die direkte Oxidation in flüssiger Phase ist ein Verfahren, das H₂S direkt zu elementarem Schwefel oxidiert. Das Prinzip dieses Verfahrens besteht darin, den im Abgas enthaltenen H₂S mit einer Entschwefelungslösung zu absorbieren und anschließend zu elementarem Schwefel zu oxidieren.
Technische Parameter
1. SO2 ≤ 400 mg/Nm3 (Trockenbasis, 3 Vol.-% O2)
2. Jährliche Produktionszeit: 8000 Stunden
3. Betriebliche Flexibilität 50 % bis 120 %










